, Corina Schär

E-Fahrzeuge und 1. Hilfe

Nachdem wir Mitte August bereits eine Übung zum Thema Bergen und 1. Hilfe an Fahrzeugen hatten, durften wir am Donnerstag, 05.09., den Vize-Kommandanten der WUK, Thomas Büchi, bei uns im Samariterlokal begrüssen. Er hat einen spannenden Vortrag über die Gefahren sowie das korrekte Verhalten im Umgang mit E-Fahrzeugen gehalten.

Eins vorweg: Angst ist fehl am Platz. Statistisch gesehen sind Elektro-Fahrzeuge nicht weniger sicher als normale PKWs. Es gibt aber ein paar Unterschiede, die beachtet werden sollten. Bei den meisten E-Fahrzeugen sind Komponenten mit Hochvoltbauteilen an ihrer orangen Farbe erkennbar. Sie dürfen keinesfalls ohne entprechende Schutzhandschuhe berührt werden. Beachtet werden muss auch, dass mit Strom betriebene Fahrzeuge meist lautlos sind. Ihre laufenden Motoren machen keine Geräusche. Deshalb sollte bei einem Unfall als Erstes die Handbremse betätigt werden sowie der Ein-/Ausschalter gedrückt werden. Die Batterien von E-Fahrzeugen sind sehr gut abgesichert. Es kommt selten vor, dass diese in Brand geraten. Solte dies doch einmal der Fall sein und es entweicht weisser Rauch, ist Vorsicht geboten. In einem solchen Fall darf nur mit Atemschutz gearbeitet werden. Auch für diese Situationen gibt es ein Schema – passend zum Thema heisst dieses «AUTO». Zudem gibt es für jedes Fahrzeug eine sogenannte Rettungskarte. Idealerweise befindet sich diese unter der Sonnenblende. Ansonsen können die Angaben auch online abgerufen werden.

Anschliessend zum Vortrag haben wir zusammen noch ein E-Auto und ein E-Motorrad angeschaut und waren insbesondere beim Motorrad verblüfft, wie lautlos und vor allem wie schnell so ein  Fahrzeugbeschleunigen kann. Ein grosses Dankeschön an Tom Büchi von der WUK für den interessanten Abend, und auch an die gesamte WUK für ihren Einsatz und die damit verbundenen Schulungen und Übungen, die sie regelmässig absolvieren um im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Die A U T O – Regel:
» Austretende Betriebsstoffe hören, riechen und sehen z. Bsp. Zisch- oder Knattergeräusche, Gasgeruch, Lachen- oder Nebelbildung
» Unterboden, Kofferraum und Motorhaube erkunden z. Bsp. Nach Gastanks oder orangefarbenen Hochvoltleitungen sehen
» Tankdeckel öffnen z. Bsp. QR-Code, alternative Betankungs-/Ladesysteme
» Oberfläche absuchen z. Bsp. Schauen ob ein Auspuff, Erkennungszeichen oderÜberdruckventile vorhanden sind.